Saṃyutta Nikaya 15

Von dem, was unbekannten Anfanges ist

4. Milch

(Ort der Begebenheit:) Sāvatthī.

„Unbekannten Anfangs, ihr Bhikkhus, ist dieser Umlauf der Geburten; nicht kennt man einen ersten Beginn bei den Wesen, die, in dem Hemmnis des Nichtwissens, in der Fessel des Durstes gefangen, (von Geburt zu Geburt) umherwandern und umherlaufen.

Was haltet ihr davon, ihr Bhikkhus? Was ist wohl mehr: die Muttermilch, die ihr, so lange Zeit hindurch (von Geburt zu Geburt) umherwandernd und umherlaufend, getrunken habt, oder das Wasser in den vier großen Meeren?“

„Wie wir, Herr, die von dem Erhabenen gepredigte Lehre verstehen, ist mehr die Muttermilch, Herr, die wir, so lange Zeit hindurch (von Geburt zu Geburt) umherwandernd und umherlaufend, getrunken haben, als das Wasser in den vier großen Meeren.“

„Gut, gut, ihr Bhikkhus! Gut ja versteht ihr Bhikkhus auf diese Art die von mir gepredigte Lehre.

Mehr ist, ihr Bhikkhus, diese Muttermilch, die ihr, so lange Zeit hindurch (von Geburt zu Geburt) umherwandernd und umherlaufend, getrunken habt, als das Wasser in den vier großen Meeren.

Warum das? Unbekannten Anfangs, ihr Bhikkhus, ist dieser Umlauf der Geburten; nicht kennt man einen ersten Beginn bei den Wesen, die, in dem Hemmnis des Nichtwissens, in der Fessel des Durstes gefangen, (von Geburt zu Geburt) umherwandern und umherlaufen.

Nunmehr aber, ihr Bhikkhus, habt ihr wohl Ursache genug, Widerwillen zu fassen gegen alle Gestaltungen, habt Ursache genug, gegen sie gleichgültig zu werden, habt Ursache genug, von ihnen euch loszulösen.“