Saṃyutta Nikaya 18

Rāhula

21. Neigung

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Es begab sich da der Ehrwürdige Rāhula zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

Seitwärts sitzend sprach der Ehrwürdige Rāhula zum Erhabenen also: „Wie wissend, o Herr, wie erkennend, gibt es bei diesem Körper samt dem Bewußtsein und außerhalb bei allen Vorstellungen keine Dünkens-Neigung des Ich und Mein?“

„Was es irgend, o Rāhula, an Körperlichkeit gibt an Gefühl—an Wahrnehmung—an Gestaltungen—an Bewußtsein, vergangen, künftig oder gegenwärtig, eigen oder fremd, grob oder fein, gewöhnlich oder edel, fern oder nah, von jeder Körperlichkeit—von jedem Gefühl—jeder Wahrnehmung—allen Gestaltungen—jedem Bewußtsein (gilt): ‚Dies ist nicht mein, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.‘ So betrachtet man dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit.

So wissend, o Rāhula, so erkennend, gibt es bei diesem Körper samt dem Bewußtsein und außerhalb bei allen Vorstellungen keine Dünkens-Neigungen des Ich und Mein.“