Saṃyutta Nikaya 2

Von den Göttersöhnen

10. Suriya

Zu jener Zeit aber war der Devaputta Suriya von dem Dämonenfürsten Rāhu ergriffen worden. Da nun sprach der Devaputta Suriya, an den Erhabenen gedenkend, zu jener Frist die folgende Strophe:

„Verehrung sei dir, Held Buddha, du bist vollkommen erlöst,
Ich bin in drangvolle Enge geraten: sei du meine Zuflucht!“

Da nun redete der Erhabene mit Bezug auf den Devaputta Suriya den Dämonenfürsten Rāhu mit der Strophe an:

„Zu dem Tathāgata, dem Vollendeten, hat Suriya seine Zuflucht genommen:
Rāhu, gib den Suriya frei, es haben die Buddhas Erbarmen mit der Welt.
Der da in verdunkelnde Finsternis Licht verbreitet,
der Sonnengott, scheibenförmig, von mächtigem Glanz,
Verschlinge ihn nicht, im Luftraume wandelnd,:
meinen Sohn, o Rāhu, gib ihn frei, den Suriya!“

Da nun ließ der Dämonenfürst Rāhu den Devaputta Suriya frei und begab sich eilends dorthin, wo der Dämonenfürst Vepacitti sich befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, trat er entsetzt, mit gesträubten Haaren zur Seite. Den zur Seite stehenden Dämonenfürsten Rāhu redete nun der Dämonenfürst Vepacitti mit der Strophe an:

„Warum denn gibst du, Rāhu, so eilig den Suriya frei,
Und warum kommst du so entsetzt und stehst da so voll Angst?“

„In sieben Stücke würde das Haupt mir zerspringen,
im Leben würde ich kein Glück erlangen,
—So bin ich mit einer Strophe vom Buddha angeredet worden
—wenn ich den Suriya nicht los ließe.“