Saṃyutta Nikaya 2

Von den Göttersöhnen

18. Kakudha

Also habe ich vernommen.

Einstmals weilte der Erhabene in Sāketa, im Añjanahain, im Antilopenwald.

Da nun begab sich in vorgeschrittener Nacht der Devaputta Kakudha, mit seiner herrlichen Schönheit den ganzen Añjanahain erhellend, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, trat er zur Seite.

Zur Seite stehend sprach dann der Devaputta Kakudha zu dem Erhabenen also:

„Freust du dich, Samana?“—„Was hätte ich denn gewonnen, Verehrter?“—„So bist du also traurig, Samana?“—„Was wäre mir denn verloren gegangen, Verehrter?“—„So freust du dich also nicht, Samana, noch bist du traurig?“—„So ist es, Verehrter!“

„So bist du also leidlos, o Bhikkhu, aber auch Freude gibt es (bei dir) nicht?
Überkommt dich denn, wenn du so einsam weilst, keine Unlust?“

„Ich bin leidlos, Yakkha, aber auch Freude gibt es (bei mir) nicht,
Und wenn ich so einsam weile, überkommt mich keine Unlust.“

„Wie geschieht es, daß du leidlos bist, o Bhikkhu,
daß es aber auch keine Freude (bei dir) gibt?
Wie geschieht es, daß dich, wenn du so einsam weilst,
keine Unlust überkommt?“

„Dem Leiderfüllten mag Freude werden, dem Freudevollen Leid:
Freudlos und leidlos ist der Bhikkhu: das wisse, Verehrter!“

„Da seh‘ ich fürwahr einen Brahmanen,
der lange schon ins Nirvana eingegangen,
Einen freudlosen und leidlosen Bhikkhu,
der das Hangen an der Welt überwunden hat.“