Saṃyutta Nikaya 2

Von den Göttersöhnen

21. Siva

Also habe ich vernommen.

Einstmals weilte der Erhabene in Sāvatthī, im Jetahaine, im Parke des Anāthapindika. Da nun begab sich in vorgeschrittener Nacht der Devaputta Siva, mit seiner herrlichen Schönheit den ganzen Jetahain erhellend, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, trat er zur Seite.

Zur Seite stehend sprach dann der Devaputta Siva zu dem Erhabenen die folgenden Strophen:

„Mit den Guten soll man zusammen sein, mit den Guten soll man Umgang pflegen:
Hat man der Guten gute Lehre erkannt, wird man besser, nicht schlimmer.
Mit den Guten soll man zusammen sein, mit den Guten soll man Umgang pflegen:
Hat man der Guten gute Lehre erkannt, wird Weisheit gewonnen, nicht sonst woher.
Mit den Guten soll man zusammen sein, mit den Guten soll man Umgang pflegen:
Hat man der Guten gute Lehre erkannt, leidet man mitten im Kummer keinen Kummer.
Mit den Guten soll man zusammen sein, mit den Guten soll man Umgang pflegen:
Hat man der Guten gute Lehre erkannt, glänzt man inmitten der Verwandten.
Mit den Guten soll man zusammen sein, mit den Guten soll man Umgang pflegen,
Haben sie der Guten gute Lehre erkannt, so gehen die Wesen zu glücklicher Existenz.
Mit den Guten soll man zusammen sein, mit den Guten soll man Umgang pflegen:
Haben sie der Guten gute Lehre erkannt, gewinnen die Wesen ewiges Heil.“

blockquote>

Da nun erwiderte der Erhabene dem Devaputta Siva mit der Strophe:

„Mit den Guten soll man zusammen sein, mit den Guten soll man Umgang pflegen:
Hat man der Guten gute Lehre erkannt, wird man von allem Leiden erlöst.“