Saṃyutta Nikaya 20

Gleichnisse

5. Der Spieß

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

„Es ist da, ihr Mönche, ein Spieß mit scharfer Spitze, und es kommt ein Mann und spricht: ‚Diesen Spieß mit scharfer Spitze will ich mit der Hand oder dem Fuße fernhalten, abwehren oder zurückstoßen.‘

Was meint ihr, ihr Mönche: Wäre jener Mann imstande, diesen Spieß mit scharfer Spitze mit der Hand oder dem Fuße fernzuhalten, abzuwehren, zurückzustoßen?“—„Gewiß nicht, o Herr.“

„Und warum nicht?“—„Solch ein Spieß mit scharfer Spitze ist nicht leicht mit der Hand oder dem Fuße fernzuhalten, abzuwehren, zurückzustoßen. Es würde nur dazu führen, daß dieser Mann sich Mühe und Pein bereitet.“

„Ebenso auch, ihr Mönche, ist es mit einem Mönch, von dem die Güte, die Befreiung des Herzens, entfaltet, gestärkt, zum Förderungsmittel, zur Grundlage gemacht, weitergeführt, gemehrt und gut vollendet wurde. Wenn dem ein Unhold den Geist verwirren zu können glaubte, so würde sich dieser Unhold nur Mühe und Pein bereiten.

Daher, ihr Mönche, sollt ihr so üben: ‚Die Güte, die Befreiung des Herzens, soll von uns entfaltet, gestärkt, zum Forderungsmittel, zur Grundlage gemacht, weitergeführt, gemehrt und gut vollendet werden.‘—So, ihr Mönche, habt ihr euch zu üben.“