Saṃyutta Nikaya 20

Gleichnisse

6. Die Bogenschützen

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

„Angenommen, ihr Mönche, es stehen da in den vier Himmelsrichtungen vier tüchtige, geübte Bogenschützen, die geschickt und gewandt sind im Bogenschießen.

Und es kommt da ein Mann und spricht: ‚Die Pfeile, von diesen vier tüchtigen, geübten Bogenschützen in die vier Richtungen geschossen, die will ich auffangen, bevor sie die Erde erreichen!‘

Was meint ihr, o Mönche, ist man da nicht berechtigt zu sagen: ‚Schnell ist dieser Mann, mit höchster Schnelligkeit ausgestattet‘?

Auch wenn er nur den von einem einzigen Bogenschutzen abgeschossenen Pfeil auffängt, bevor er die Erde erreicht, auch dann wäre man berechtigt zu sagen: ‚Schnell ist dieser Mann, mit höchster Schnelligkeit ausgestattet.‘ geschweige denn, wenn er dies bei vier Bogenschützen tut!

Größer als die Schnelligkeit dieses Menschen ist die von Sonne und Mond; größer als die Schnelligkeit dieses Menschen, als die von Sonne und Mond und als die jener Götter, die vor Sonne und Mond einhereilen, ist die Geschwindigkeit, mit der die Lebenskräfte versiegen.

Daher, ihr Mönche, sollt ihr so üben: ‚Die Güte, die Befreiung des Herzens, soll von uns entfaltet, gestärkt, zum Forderungsmittel, zur Grundlage gemacht, weitergeführt, gemehrt und gut vollendet werden.‘—So, ihr Mönche, habt ihr euch zu üben.“