Saṃyutta Nikaya 21

Bhikkhu

11. Kappina

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

Es begab sich da der Ehrwürdige Mahā-Kappina zum Erhabenen.

Der Erhabene nun sah den Ehrwürdigen Mahā-Kappina von weitem herankommen. Als er ihn gesehen, wandte er sich an die Mönche:

„Seht ihr da, Mönche, jenen Mönch herankommen, sauber (im Aussehen), klein (an Gestalt), mit einer Hakennase?“—„Ja, o Herr.“

„Dieser Mönch, o Mönche, besitzt große magische Macht, große übernatürliche Gewalt. Nicht leicht kann man einen Erreichungszustand finden, der nicht schon vorher von diesem Mönch gewonnen wäre. Und jenes höchste Ziel des Heiligen Wandels, um dessentwillen Söhne aus edler Familie ganz vom Hause in die Hauslosigkeit ziehen, das hat er schon bei Lebzeiten erkannt und verwirklicht und verweilt in seinem Besitze.“

So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der Meister noch dieses:

„Der Adel gilt als erster dort, wo auf die Herkunft man sich stützt.
(Doch) wer im Wissen ist vollkommen und im Wandel,
der ist (in Wahrheit) Erster unter Gott und Mensch;
am Tage leuchtet die Sonne, die Nacht wird vom Monde erhellt,
im Harnisch leuchtet der Ritter, ein Priester, wenn er selbstvertieft;
doch stets, bei Tage und bei Nacht, erstrahlet hell der Buddha-Glanz.“