Saṃyutta Nikaya 21

Bhikkhu

12. Die Freunde

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

Es begaben sich da zwei befreundete Mönche, Genossen des Ehrwürdigen Mahā-Kappina, zum Erhabenen.

Der Erhabene nun sah diese Mönche von weitem heran kommen. Als er sie gesehen, wandte er sich an die Mönche:

„Seht ihr da, o Mönche, diese beiden befreundeten Mönche herankommen, die Genossen Mahā-Kappinas?“—„Ja, o Herr.“

„Diese beiden Mönche besitzen große magische Macht, große übernatürliche Gewalt. Nicht leicht kann man einen Erreichungszustand finden, der nicht schon vorher von diesen Mönchen gewonnen wäre. Und jenes höchste Ziel des Heiligen Wandels, um dessentwillen Söhne aus edler Familie ganz vom Hause in die Hauslosigkeit ziehen, das haben sie schon bei Lebzeiten erkannt und verwirklicht und verweilen in seinem Besitze.“

So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete geredet hatte, sprach der Meister noch dieses:

„Diese Mönche, wahrlich, sie sind Freunde, verbunden sind sie lange Zeit.
Die Edle Lehre hat sie fest verbunden, die Lehre, die vom Buddha stammt.
Von Kappina sind sie geschult in jener Lehre, die die Heiligen künden.
Nun tragen sie den letzten Leib als Sieger über Māras Heer.“