Saṃyutta Nikaya 21

Bhikkhu

7. Visākha

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene bei Vesālī im Großen Walde, in der Giebelhaus-Halle.

Zu dieser Zeit unterwies der Ehrwürdige Visākha, der Sohn der Pañcālī, die Mönche in der Versammlungshalle durch einen Lehrvortrag. Er ermahnte sie, regte sie an und erfreute sie, gefällig war seine Rede, deutlich, volltönend, den Sinn erkennen lassend, flüssig und ungezwungen.

Als der Erhabene am Abend sich aus der Zurückgezogenheit erhoben hatte, begab er sich zur Versammlungshalle und setzte sich dort auf bereitetem Sitze nieder.

Nachdem er Platz genommen, wandte er sich an die Mönche: „Wer, o Mönche, unterweist da in der Versammlungshalle die Mönche durch einen Lehrvortrag, ermahnt sie, regt sie an und erfreut sie in gefälliger Rede, deutlich, volltönend, den Sinn erkennen lassend, flüssig und ungezwungen?“

„Der Ehrwürdige Visākha, der Sohn der Pañcālī, o Herr, unterweist in der Versammlungshalle die Mönche durch einen Lehrvortrag, ermahnt sie, regt sie an und erfreut sie in gefälliger Rede, deutlich, volltönend, den Sinn erkennen lassend, flüssig und ungezwungen.“

Da wandte sich der Erhabene an den Ehrwürdigen Visākha, den Sohn der Pañcālī: „Gut, o Visākha! Gut ist es, daß du die Mönche in einem Lehrvortrag unterwiesen hast, ermahnt, angeregt und erfreut hast, in gefälliger Rede, deutlich, volltönend, den Sinn erkennen lassend, flüssig und ungezwungen!“

So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der Meister noch dieses:

„Wenn er nicht spricht, erkennt man nicht den Weisen unter Toren.
Doch wenn er spricht, dann kennt man ihn, der todesfreie Stätte lehrt.
Verkünde, lasse leuchten hell die Lehre, der heiligen Seher Banner pflanze auf!
Die Heiligen haben edles Wort zum Banner,
die Lehre ist fürwahr der Heiligen Banner!“