Saṃyutta Nikaya 21

Bhikkhu

8. Nanda

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

Es begab sich da der Ehrwürdige Nanda, ein Vetter des Erhabenen, zum Meister, mit gepreßten, geglätteten Gewändern bekleidet, die Augen gesalbt, versehen mit einer Almosenschale von leuchtender Farbe. Er begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

Und der Erhabene sprach zum Ehrwürdigen Nanda: „Nicht ziemt es sich für dich, Nanda, für einen Sohn aus edler Familie, der du aus Vertrauen vom Hause in die Hauslosigkeit gezogen bist, daß du dich mit gepreßten, geglätteten Gewändern bekleidest, die Augen salbst und eine Almosenschale von leuchtender Farbe trägst. Solches vielmehr ziemt sich für dich, Nanda, für einen Sohn aus edler Familie, der du aus Vertrauen vom Hause in die Hauslosigkeit gezogen bist, daß du ein Waldasket wirst, ein Almosengänger, ein Fetzenkleidträger, und daß du nicht mehr trachtest nach den Sinnenlüsten.“

So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der Meister noch dieses:

„Wann werd‘ ich Nanda wohl erblicken,
als Waldasketen mit dem Fetzenkleid,
von Speiseresten sich ernährend,
nach Sinnenlüsten nicht mehr trachtend?“

Und später nun ward der Ehrwürdige Nanda ein Waldasket, ein Almosengänger, ein Fetzenkleidträger und lebte, ohne nach den Sinnenlüsten zu trachten.