Saṃyutta Nikaya 21

Bhikkhu

9. Tissa

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster Anāthapindikas.

Es begab sich da der Ehrwürdige Tissa, ein Vetter des Erhabenen, zum Meister, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich schmerzerfüllt, traurig, Tränen vergießend, zur Seite nieder.

Und der Erhabene sprach zum Ehrwürdigen Tissa: „Warum, o Tissa, sitzt du da von Schmerz erfüllt, traurig, Tränen vergießend?“

„Es kränken mich, o Herr, die Mönche ständig mit Stichelreden.“

„So bist du denn, Tissa, einer, der redet, aber nicht mit sich reden läßt.

Nicht ziemt es sich für dich, o Tissa, für einen Sohn aus edler Familie, der du aus Vertrauen vom Hause in die Hauslosigkeit gezogen bist, daß du einer bist, der redet, aber nicht mit sich reden läßt! Solches vielmehr ziemt sich für dich, o Tissa, für einen Sohn aus edler Familie, der du aus Vertrauen vom Hause in die Hauslosigkeit gezogen bist, daß du redest und mit dir reden läßt!“

So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der Meister noch dieses:

„Was zürnest du? Nicht sollst du zürnen!
Nicht-Zürnen, Tissa, ist der beste Teil!
Um Zorn und Stolz und Heuchelei zu tilgen,
darum, o Tissa, wird Asketentum gelebt!“