Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

103. Die Endpunkte

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Vier Endpunkte gibt es, ihr Mönche; welche vier?

Den Endpunkt der Persönlichkeit, den Endpunkt bei der Entstehung der Persönlichkeit, den Endpunkt bei der Aufhebung der Persönlichkeit und den Endpunkt beim Weg, der zur Aufhebung der Persönlichkeit führt.

Was nun, ihr Mönche, ist der Endpunkt bei der Persönlichkeit? ‚Die fünf Gruppen des Anhangens.‘ wäre zu antworten. Welche fünf? Die Gruppen des Anhangens ‚Körperlichkeit.‘ ‚Gefühl.‘ ‚Wahrnehmung.‘ ‚Gestaltungen.‘ ‚Bewußtsein.‘ Dies nennt man, ihr Mönche, den Endpunkt bei der Persönlichkeit.

Was nun, ihr Mönche, ist der Endpunkt bei der Entstehung der Persönlichkeit? Es ist dieses Begehren, das Wiedergeburt erzeugende, mit Lustgier verbundene, sich da und dort ergötzende, nämlich das Sinnlichkeits-Begehren, das Daseins-Begehren, das Nichtseins-Begehren. Dies nennt man, ihr Mönche, den Endpunkt bei der Entstehung der Persönlichkeit.

Was nun, ihr Mönche, ist der Endpunkt bei der Aufhebung der Persönlichkeit? Es ist eben dieses Begehrens restlose Vernichtung und Aufhebung, sein Verwerfen, Abstoßen, die Befreiung, die Loslösung. Dies nennt man, ihr Mönche, den Endpunkt bei der Aufhebung der Persönlichkeit.

Was nun, ihr Mönche, ist der Endpunkt beim Weg, der zur Aufhebung der Persönlichkeit führt? Es ist eben dieser Edle Achtfache Pfad, nämlich: Rechte Erkenntnis, Rechte Gesinnung, Rechte Rede, Rechtes Tun, Rechter Lebensunterhalt, Rechte Anstrengung, Rechte Achtsamkeit, Rechte Sammlung Dies nennt man, ihr Mönche, den Endpunkt beim Weg, der zur Aufhebung der Persönlichkeit führt.

Dies, ihr Mönche, sind die vier Endpunkte.“