Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

106. Zu durchschauende Dinge

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Die zu durchschauenden Dinge will ich euch zeigen, ihr Mönche, die Durchschauung und den Menschen, der die Durchschauung vollzogen hat. So höret und merket wohl auf! Ich werde sprechen.

Welches, ihr Mönche, sind nun die zu durchschauenden Dinge? Die Körperlichkeit ist ein zu durchschauendes Ding; das Gefühl, die Wahrnehmung, die Gestaltungen, das Bewußtsein sind zu durchschauende Dinge. Dies nennt man, ihr Mönche, die zu durchschauenden Dinge.

Was ist nun, ihr Mönche, die Durchschauung? Die Gier-Versiegung, die Haß—Versiegung, die Wahn-Versiegung—das, ihr Mönche, nennt man die Durchschauung.

Wer ist nun, ihr Mönche, der Mensch, der die Durchschauung vollzogen hat? ‚Der Heilige.‘ wäre zu antworten. Und zwar jener Ehrwürdige mit solchem Namen, aus solchem Geschlecht. Den, ihr Mönche, nennt man einen Menschen, der die Durchschauung vollzogen hat.“