Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

115. Künder der Lehre I

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Da begab sich ein Mönch zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also: „,Ein Künder der Lehre.‘ so sagt man, o Herr. Inwiefern nun, o Herr, ist man ein Künder der Lehre?“

„Wenn da, o Mönch, ein Mönch zur Abwendung, zur Entsüchtung von der Körperlichkeit, zu ihrer Aufhebung die Lehre zeigt, dann ist es angebracht, von ihm zu sagen: ‚Ein Künder der Lehre ist der Mönch.‘ Wenn der Wandel eines Mönches zur Abwendung, zur Entsüchtung von der Körperlichkeit, zu ihrer Aufhebung dient, dann ist es angebracht, von ihm zu sagen: ‚Der Lehre gemäß wandelt der Mönch.‘ Wenn ein Mönch nach Abwendung, nach Entsüchtung von der Körperlichkeit, nach ihrer Aufhebung ohne Haften befreit ist, dann ist es angebracht, von ihm zu sagen: ‚Bei Lebzeiten zum Nibbāna gelangt ist dieser Mönch!‘

Wenn da, o Mönch, ein Mönch zur Abwendung, zur Entsüchtung von Gefühl—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein, zu ihrer Aufhebung die Lehre zeigt, dann ist es angebracht, von ihm zu sagen: ‚Ein Künder der Lehre ist der Mönch.‘ Wenn der Wandel eines Mönches zur Abwendung, zur Entsüchtung von Gefühl—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein dient, zu ihrer Aufhebung, dann ist es angebracht, von ihm zu sagen: ‚Der Lehre gemäß wandelt der Mönch.‘ Wenn ein Mönch nach Abwendung, nach Entsüchtung von Gefühl—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein, nach ihrer Aufhebung ohne Haften befreit ist, dann ist es angebracht, von ihm zu sagen: ‚Bei Lebzeiten zum Nibbāna gelangt ist dieser Mönch!‘“