Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

23. Durchschauung (pariññā)

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Die zu durchschauenden Dinge und die Durchschauung will ich euch zeigen, ihr Mönche. So höret und achtet wohl auf! Ich werde sprechen.

Was sind nun, ihr Mönche, die zu durchschauenden Dinge? Die Körperlichkeit, ihr Mönche, ist ein zu durchschauendes Ding. Das Gefühl—die Wahrnehmung—die Gestaltungen—das Bewußtsein sind ein zu durchschauendes Ding. Dies, ihr Mönche, nennt man ‚die zu durchschauen den Dinge‘.

Und was, ihr Mönche, ist die Durchschauung? Was da, ihr Mönche, die Versiegung der Gier ist, die Versiegung des Hasses, die Versiegung der Verblendung: dies, ihr Mönche, nennt man ‚Durchschauung‘.“