Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

26. Genuß I

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Vor meiner Erwachung, ihr Mönche, als ich noch nicht ein Vollkommen Erwachter war, als Bodhisatta noch, da kam mir dieser Gedanke:

‚Was ist wohl bei der Körperlichkeit der Genuß, was ist das Elend, was das Entrinnen? Was ist wohl beim Gefühl—bei der Wahrnehmung—bei den Gestaltungen—beim Bewußtsein der Genuß, was ist das Elend, was das Entrinnen?‘

Da dachte ich, ihr Mönche, also:

6 ‚Was da durch Körperlichkeit bedingt an Glücksgefühl und Freude entsteht, das ist der Genuß bei der Körperlichkeit. Daß die Körperlichkeit vergänglich ist, leidvoll, der Veränderung unterworfen, das ist das Elend bei der Körperlichkeit. Was da hinsichtlich der Körperlichkeit Zügelung der Willensgier ist, Aufgeben der Willensgier, das ist das Entrinnen von der Körperlichkeit.

Was da durch Gefühl—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein bedingt an Glücksgefühl und Freude entsteht, das ist der Genuß beim Gefühl, bei der Wahrnehmung, bei den Gestaltungen, beim Bewußtsein. Daß diese vergänglich sind, leidvoll, der Veränderung unterworfen, das ist das Elend beim (Gefühl...) Bewußtsein. Was da hinsichtlich des (Gefühl ...) Bewußtseins Zügelung der Willensgier ist, Aufgeben der Willensgier, das ist das Entrinnen vom Gefühl, von der Wahrnehmung, von den Gestaltungen, vom Bewußtsein.‘

Bis ich nicht, ihr Mönche, bei diesen fünf Gruppen des Anhangens so den Genuß als Genuß, das Elend als Elend, das Entrinnen als Entrinnen der Wirklichkeit gemäß verstanden hatte, nicht bekannte ich da, zur unvergleichlichen, höchsten Erleuchtung erwacht zu sein in dieser Welt mit ihren guten Geistern, mit Māra- und Brahma-Göttern, mit Asketen und Priestern, mit ihren Scharen von Göttern und Menschen.

Als ich aber, ihr Mönche, bei diesen fünf Gruppen des Anhangens so den Genuß als Genuß, das Elend als Elend, das Entrinnen als Entrinnen der Wirklichkeit gemäß verstanden hatte, da bekannte ich, ihr Mönche, zur unvergleichlichen, höchsten Erleuchtung erwacht zu sein in dieser Welt mit ihren guten Geistern, mit Māra- und Brahma-Göttern, mit Asketen und Priestern, mit ihren Scharen von Göttern und Menschen.

Das Wissen war mir da aufgestiegen und die Einsicht: ‚Unerschütterlich ist die Befreiung meines Geistes! Dies war die letzte Geburt! Nicht gibt es mehr ein Wiedersein!‘“