Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

38. Ananda II

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Da begab sich der Ehrwürdige Ananda zum Erhabenen, begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

Und der Erhabene sprach zum Ehrwürdigen Ananda also: „Wenn man dich, o Ananda, fragen würde: ‚Von welchen Dingen, Bruder Ananda, hat man ein Entstehen gekannt, ein Vergehen gekannt, eine Veränderung des Bestehenden gekannt? Von welchen Dingen wird man ein Entstehen kennen, ein Vergehen kennen, eine Veränderung des Bestehenden kennen? Von welchen Dingen kennt man ein Entstehen, kennt man ein Vergehen, eine Veränderung des Bestehenden?—so befragt, Ananda, was würdest du erwidern?“

„Wenn man mich, o Herr, so befragt, würde ich erwidern:

‚Was da, Bruder, vergangene Körperlichkeit ist, geschwundene, gewandelte, deren Entstehen hat man gekannt, deren Vergehen hat man gekannt, bei ihr hat man Veränderung des Bestehenden gekannt. Was da vergangenes Gefühl ist—vergangene Wahrnehmung—vergangene Gestaltungen—vergangenes Bewußtsein, geschwundenes, gewandeltes, deren Entstehen hat man gekannt, deren Vergehen hat man gekannt, dabei hat man Veränderung des Bestehenden gekannt.—Bei diesen Dingen, Bruder, hat man ein Entstehen gekannt, hat man ein Vergehen gekannt, hat man eine Veränderung des Bestehenden gekannt.

Was da, Bruder, die noch nicht entstandene, noch nicht in Erscheinung getretene Körperlichkeit ist, bei der wird man ein Entstehen kennen, ein Vergehen kennen, eine Veränderung des Bestehenden kennen. Was da noch nicht entstandenes, noch nicht in Erscheinung getretenes Gefühl ist—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein ist, dabei wird man ein Entstehen kennen, ein Vergehen kennen, eine Veränderung des Bestehenden kennen.—Bei diesen Dingen, Bruder, wird man ein Entstehen kennen, ein Vergehen kennen, eine Veränderung des Bestehenden kennen.

Was da, Bruder, die entstandene, in Erscheinung getretene Körperlichkeit ist, bei der kennt man ein Entstehen, kennt man ein Vergehen, kennt man eine Veränderung des Bestehenden. Was da, Bruder, das entstandene, in Erscheinung getretene Gefühl ist—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein ist, dabei kennt man ein Entstehen, kennt man ein Vergehen, kennt man eine Veränderung des Bestehenden—bei diesen Dingen, Bruder, kennt man ein Entstehen, kennt man ein Vergehen, kennt man eine Veräderung des Bestehenden.‘—So befragt, o Herr, würde ich dieses erwidern.“

„Gut, gut, Ananda! Was da, o Ananda, vergangene... (Wiederholung von oben)

So befragt, o Ananda, mögest du dieses erwidern.“