Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

45. Vergänglichkeit I

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Die Körperlichkeit—das Gefühl—die Wahrnehmung—die Gestaltungen—das Bewußtsein, ihr Mönche, sind vergänglich; was vergänglich ist, das ist leidvoll; was leidvoll ist, das ist Nicht-Ich; was Nicht-Ich ist, davon gilt: ‚Dies gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.‘ So ist dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu verstehen. Dem, der dies so mit rechter Weisheit versteht, wird der Geist entsüchtet und ohne Anhangen befreit von den Trieben.

Wenn nun, ihr Mönche, der Geist des Mönches beim Element ‚Körperlichkeit‘—beim Element ‚Gefühl‘—beim Element ‚Wahrnehmung‘—‚Gestaltungen‘—‚Bewußtsein‘ entsüchtet ist und ohne Anhangen befreit ist von den Trieben, dann ist er aufgrund dieser Befreiung gefestigt; aufgrund dieses Gefestigtseins ist er befriedigt; aufgrund des Befriedigtseins süchtet er nicht; ohne Süchten gelangt er aus sich selber heraus zur Erlöschung: ‚Versiegt ist die Geburt, vollendet der Heilige Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres nach diesem hier‘—so erkennt er.“