Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

46. Vergänglichkeit II

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Die Körperlichkeit—das Gefühl—die Wahrnehmung—die Gestaltungen—das Bewußtsein, ihr Mönche, sind vergänglich; was vergänglich ist, das ist leidvoll; was leidvoll ist, das ist Nicht-Ich; was Nicht-Ich ist, davon gilt: ‚Dies gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.‘ So ist dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu verstehen.

Er, der dies so der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit versteht, hat keine auf die Vergangenheit bezügliche Ansichten. Wenn solche nicht vorhanden sind, dann gibt es auch keine auf die Zukunft bezügliche Ansichten. Wenn diese nicht vorhanden sind, dann gibt es keine starke Voreingenommenheit. Wenn es keine starke Voreingenommenheit gibt, dann wird der Geist hinsichtlich der Körperlichkeit ... des Bewußtseins entsüchtet, wird ohne Anhangen befreit von den Trieben. Aufgrund dieser Befreiung ist er gefestigt; aufgrund des Gefestigtseins ist er befriedigt; aufgrund des Befriedigtseins süchtet er nicht; ohne Süchten gelangt er aus sich selber heraus zur Erlöschung: ‚Versiegt ist die Geburt, vollendet der Heilige Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres nach diesem hier‘—so erkennt er.“