Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

54. Pflanzen

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Fünf Pflanzenarten gibt es, ihr Mönche; welche fünf? Knollenpflanzen, Baumpflanzen, Buschpflanzen, Rohrpflanzen und Kornpflanzen als fünftes.

Wenn nun, ihr Mönche, diese fünf Pflanzenarten nicht beschädigt und nicht faul sind, von Wind und Sonnenglut nicht zerstört, wenn sie frisch sind und an günstigem Ort zu stehen kommen, wenn aber keine Erde und kein Wasser da ist, würden da wohl, ihr Mönche, diese fünf Pflanzenarten zu Wachstum, Entwicklung und Fülle gelangen?“—„Gewiß nicht, o Herr.“

„Wenn nun, ihr Mönche, diese fünf Pflanzenarten beschädigt und faul sind, von Wind und Sonnenglut zerstört, (nicht) frisch bleiben und an ungünstigem Ort zu stehen kommen, Erde und Wasser aber vorhanden sind, würden da wohl, ihr Mönche, diese fünf Pflanzenarten zu Wachstum, Entwicklung und Fülle gelangen?“—„Gewiß nicht, o Herr.“

„Wenn nun, ihr Mönche, diese fünf Pflanzenarten nicht beschädigt und nicht faul sind, von Wind und Sonnenglut nicht zerstört, wenn sie frisch sind und an günstigem Ort zu stehen kommen, wenn auch Erde und Wasser vorhanden sind, würden da wohl, ihr Mönche, diese fünf Pflanzenarten zu Wachstum, Entwicklung und Fülle gelangen?“—„Ja, o Herr.“

„Wie die Erde, ihr Mönche, so hat man die vier Stützen des Bewußtseins zu verstehen; wie das Wasser, ihr Mönche, so hat man das Ergötzen und die Lust zu verstehen; wie die fünf Pflanzenarten, ihr Mönche, so hat man das Bewußtsein samt seiner Nahrung zu verstehen.“

(sind eine genaue Wiederholung von 53)