Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

58. Der Erwachte

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Der Vollendete, ihr Mönche, der Heilige, vollkommen Erwachte, der aufgrund der Abwendung und Entsüchtung von Körperlichkeit-Gefühl—Wahrnehmung—Gestaltungen—Bewußtsein, aufgrund ihrer Aufhebung ohne Anhaften befreit ist, wird ein ‚vollkommen Erwachter‘ genannt. Auch ein wissensbefreiter Mönch, ihr Mönche, der durch Wissen befreit, aufgrund der Abwendung und Entsüchtung von Körperlichkeit ... Bewußtsein, aufgrund ihrer Aufhebung ohne Anhaften befreit ist, der wird ‚wissensbefreit‘ genannt.

Was ist da nun, ihr Mönche, der Unterschied, die Besonderheit, die Verschiedenheit des Vollendeten, Heiligen, vollkommen Erwachten gegenüber dem wissensbefreiten Mönch?“

„Im Erhabenen, o Herr, wurzeln für uns die Lehren, den Erhabenen haben sie als Führer, den Erhabenen als Rückhalt. Gut wäre es, wenn eben der Erhabene den Sinn dieser Worte klarlegte. Nachdem sie es vom Erhabenen gehört, werden es die Mönche bewahren.“—„So höret, ihr Mönche, merket wohl auf! Ich werde sprechen.“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen.

Der Erhabene sprach also: „Der Vollendete, ihr Mönche, der Heilige, vollkommen Erwachte ist des unentdeckten Weges Entdecker, des nicht gefundenen Weges Finder, des unverkündeten Weges Künder, der Wegwisser, der Wegkenner, der Wegeskundige. Auf dem Wege nun folgen ihm jetzt die Jünger nach, die später hinzugekommen.

Dies, ihr Mönche, ist der Unterschied, die Besonderheit, die Verschiedenheit des Vollendeten, Heiligen, vollkommen Erwachten gegenüber dem wissensbefreiten Mönch..