Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

7. Fürchten durch Anhangen I

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Das Fürchten durch Anhangen und die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens will ich euch zeigen, ihr Mönche. So höret denn und achtet wohl auf! Ich werde sprechen.“—„Ja, o Herr!“ antworteten jene Mönche dem Erhabenen.

Der Erhabene sprach also: „Was ist nun, ihr Mönche, das Fürchten durch Anhangen?

Es ist da, ihr Mönche, ein unerfahrener Weltmensch, die Edlen nicht kennend, der Lehre der Edlen unkundig, in der Lehre der Edlen ungeschult; die Guten nicht kennend, in der Lehre der Guten unkundig, in der Lehre der Guten ungeschult. Der betrachtet die Körperlichkeit als das Selbst oder das Selbst als Körperlichkeit besitzend oder die Körperlichkeit als im Selbst oder das Selbst als in der Körperlichkeit. Ihm wandelt sich nun, verändert sich diese Körperlichkeit. Infolge der Wandlung und Veränderung der Körperlichkeit kreist ihm das Bewusstsein um diese Wandlung der Körperlichkeit herum. Und Furcht, aus dem Kreisen um die Körperlichkeits-Wandlung entstanden, sowie die daraus hervorgegangenen (unheilsamen) Zustände halten seinen Geist gefesselt. Gefesselten Geistes ist er voller Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit und Besorgnis, und infolge seines Anhangens gerät er in Furcht.

Der betrachtet das Gefühl—die Wahrnehmung die Gestaltungen—das Bewusstsein als das Selbst oder das Selbst als Bewusstsein besitzend oder das Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im (Gefühl...) Bewusstsein. Ihm wandelt sich nun, verändert sich dieses Bewusstsein. Infolge der Wandlung und Veränderung des Bewusstseins kreist ihm das Bewusstsein um diese Wandlung des Bewusstseins herum. Und Furcht, aus dem Kreisen um die Bewusstseins-Wandlung entstanden, sowie die daraus hervorgegangenen (unheilsamen) Zustände halten seinen Geist gefesselt. Gefesselten Geistes ist er voller Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit und Besorgnis, und infolge seines Anhangens gerät er in Furcht.

Dies, ihr Mönche, ist das Fürchten durch Anhangen.

Was ist nun, ihr Mönche, die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens?

Es ist da, ihr Mönche, ein erfahrener, edler Jünger, die Edlen kennend, der Lehre der Edlen kundig, in der Lehre der Edlen geschult; die Guten kennend, der Lehre der Guten kundig, in der Lehre der Guten geschult.

Nicht betrachtet der die Körperlichkeit als das Selbst oder das Selbst als Körperlichkeit besitzend oder die Körperlichkeit als im Selbst oder das Selbst als in der Körperlichkeit. Ihm wandelt sich nun, verändert sich diese Körperlichkeit.

Doch nicht kreist ihm infolge der Wandlung und Veränderung der Körperlichkeit das Bewusstsein um diese Wandlung der Körperlichkeit herum. Und weder Furcht, entstanden aus dem Kreisen um die Körperlichkeitswandlung, noch daraus hervorgehende (unheilsame) Zustände halten seinen Geist gefesselt. Ungefesselten Geistes hat er keine Ängstlichkeit, keine Niedergeschlagenheit, keine Besorgnis, und wegen seines Nicht-Anhangens gerät er nicht in Furcht.

Nicht betrachtet er das Gefühl—die Wahrnehmung—die Gestaltungen—das Bewusstsein als das Selbst oder das Selbst als Bewusstsein besitzend oder das Bewusstsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewusstsein. Ihm wandelt sich nun, verändert sich dieses Bewusstsein. Doch nicht kreist ihm infolge der Wandlung und Veränderung des Bewusstseins das Bewusstsein um diese Wandlung des Bewusstseins herum. Und weder Furcht, entstanden aus dem Kreisen um die Bewusstseins-Wandlung, noch daraus hervorgehende (unheilsame) Zustände halten seinen Geist gefesselt. Ungefesselten Geistes hat er keine Ängstlichkeit, keine Niedergeschlagenheit, keine Besorgnis, und wegen seines Nicht-Anhangens gerät er nicht in Furcht.

Dies, ihr Mönche, ist die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangen.