Saṃyutta Nikaya 22

Die Daseinsgruppen

93. Der Fluß

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.

Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

„Es wäre da, ihr Mönche, ein weither von den Bergen kommender Fluß, alles mit sich abwärts schwemmend, mit reißender Strömung. Riedgräser wachsen an seinen beiden Ufern und hängen in ihn herab. Kusagräser, Babbaja-Gräser, Bīrana-Gräser und Sträucher wachsen an seinen beiden Ufern und hängen in ihn herab.

Von der Strömung dieses Flusses wird ein Mann fortgerissen. Wenn dieser nun nach den Riedgräsern greift, so würden diese brechen, und Unheil und Verderbnis würden ihm daraus entstehen. Wenn er nach den Kusa-, Babbaja-, Bīrana-Gräsern oder nach den Sträuchern greift, so würden auch diese brechen, und Unheil und Verderbnis würden ihm daraus entstehen.

Es ist da, ihr Mönche, ein unerfahrener Weltmensch... Der betrachtet die Körperlichkeit als das Selbst oder das Selbst als Körperlichkeit besitzend oder die Körperlichkeit als im Selbst oder das Selbst als in der Körperlichkeit. Dem zerbricht nun die Körperlichkeit, und Unheil und Verderbnis entstehen ihm daraus.

Er betrachtet das Gefühl—die Wahrnehmung—die Gestaltungen—das Bewußtsein als das Selbst oder das Selbst als ... Bewußtsein besitzend oder ... das Bewußtsein als im Selbst oder das Selbst als ... im Bewußtsein. Dem zerbricht nun ... dieses Bewußtsein, und Unheil und Verderbnis entstehen ihm daraus.

Was meint ihr, o Mönche: Ist die Körperlichkeit unvergänglich oder vergänglich?. .. “ (= 59)