Saṃyutta Nikaya 3

Von den Kosala

10. Bande

Zu jener Zeit nun hatte der König Pasenadi, der Kosala, eine große Menge Leute binden lassen, etliche mit Stricken, etliche mit Fesseln, etliche mit Ketten.

Da nun kleideten sich zahlreiche Bhikkhus zur Vormittagszeit an, nahmen Almosenschale und Obergewand und gingen, Almosen zu sammeln, nach Sāvatthī. Nachdem sie in Sāvatthī ihren Almosengang beendigt hatten, begaben sie sich nach der Mahlzeit, vom Almosengang zurückgekehrt, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem sie sich dorthin hegeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatten, setzten sie sich zur Seite nieder.

Zur Seite sitzend sprachen dann die Bhikkhus zu dem Erhabenen also: „Da hat, Herr, der König Pasenadi, der Kosala, eine große Menge Leute binden lassen, etliche mit Stricken, etliche mit Fesseln, etliche mit Ketten.“

Da nun sprach der Erhabene, wie er die Sache zur Kenntnis nahm, die folgenden Strophen:

„Nicht nennen eine feste Bande die Weisen das,
Was aus Eisen, Holz oder Gras gefertigt ist.
Sondern das ganz auf Juwelenschmuck erpichte
Begehren, (das Begehren) nach Söhnen und Frauen:
Das nennen eine feste Bande die Weisen,
Die uns mitreißt, fein und (doch) schwer zu lösen.
Wenn man diese zerrissen. hat, wandelt man umher,
Begierdelos, hinter sich lassend sinnliche Lust und Freude.“