Saṃyutta Nikaya 3

Von den Kosala

8. Mallikā

Sāvatthī.

Zu jener Zeit aber befand sich der König Pasenadi, der Kosala, mit der Königin Mallikā auf dem Söller seines Palastes.

Da nun sprach der König Pasenadi, der Kosala, zu der Königin Mallikā: „Gibt es wohl etwas anderes, Mallikā, was dir lieber wäre als das eigene Selbst?“

„Es gibt für mich, o Großkönig, nichts anderes, was mir lieber wäre als das eigene Selbst. Gibt es aber für dich, o Großkönig, etwas anderes, was dir lieber wäre als das eigene Selbst?“

„Auch für mich, Mallikā, gibt es nichts anderes, was mir lieber wäre als das eigene Selbst.“

Da nun stieg der König Pasenadi, der Kosala, von seinem Palast herab und begab sich dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach dann der König Pasenadi, der Kosala, zu dem Erhabenen also:

„Da habe ich jetzt, Herr, mit der Königin Mallikā auf dem Söller meines Palastes befilldlich, zu der Königin Mallikā also gesprochen: ‚Gibt es wohl etwas anderes, Mallikā, was dir lieber wäre als das eigene Selbst?‘ Auf dieses Wort hin, Herr, sprach die Königin Mallikā zu mir also: ‚Es gibt für mich, o Großkönig, nichts anderes, was mir lieber wäre als das eigene Selbst. Gibt es aber für dich, o Großkönig, etwas anderes, was dir lieber wäre als das eigene Selbst?‘ Auf dieses Wort hin, Herr, sprach ich zu der Königin Mallikā also: ‚Auch für mich, Mallikā, gibt es nichts anderes, was mir lieber wäre, als das eigene Selbst.‘“

Da nun sprach der Erhabene, wie er die Sache zur Kenntnis nahm, bei dieser Gelegenheit die folgende Strophe:

„Alle Weltgegenden im Geiste durchwandernd
Findet man doch nirgends etwas, was lieber wäre als das eigene Selbst.
So lieb ist den anderen, jedem sein eigenes Selbst.
Darum soll, wer das eigene Selbst lieb hat, den andern nicht verletzen.“