Saṃyutta Nikaya 4

Vom Māra

12. Der Löwe

Einstmals weilte der Erhabene in Sāvatthī, im Jetahaine, im Parke des Anāthapindika. Zu jener Zeit aber predigte der Erhabene, von einer großen Gefolgschaft umgeben, seine Lehre.

Da nun kam Māra, dem Bösen, folgender Gedanke: „Da predigt der Samana Gotama, von einer großen Gefolgschaft umgeben, seine Lehre. Wie wäre es, wenn ich mich jetzt dorthin begäbe, wo der Samana Gotama sich befindet, um sie irre zu führen“

Da nun begab sich Māra, der Böse, dorthin, wo sich der Erhabene befand, und nachdem er sich dorthin begeben hatte, redete er den Erhabenen mit der Strophe an:

„Läßt du wie ein Löwe deinen Ruf erschallen im Vertrauen auf deine Gefolgschaft?
Ein Widersacher ist da für dich; meinst du siegreich zu sein?“

„Es freuen sich wahrlich die großen Helden im Vertrauen auf ihre Gefolgschaft;
Die Tathāgatas sind zu Macht gelangt,
sie haben überwunden das Hangen an der Welt.“

Da merkte Māra, der Böse: es kennt mich der Erhabene, es kennt mich der Führer auf dem Heilspfad, und verschwand auf der Stelle leidvoll und betrübt.