Saṃyutta Nikaya 45

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1. Unwissen

Das hab‘ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene in Sāvatthi im Siegerwalde, im Garten Anāthapindikos. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: ‚Ihr Mönche!‘—‚Erlauchter.‘ antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also:

‚Unwissen, ihr Mönche, geht dem Auftreten unheilsamer Dinge voran, und gleich folgen ihm Schamlosigkeit und Mangel an Scheu. Wer der Unwissenheit nachgeht, dem Einsichtslosen, entsteht falsche Erkenntnis. Wer falsche Erkenntnis hat, dem entsteht falsche Gesinnung, falsche Rede, falsches Handeln, falscher Lebensunterhalt, falsche Anstrengung, falsche Achtsamkeit, falsche Einigung.

Wissen, ihr Mönche, geht dem Auftreten heilsamer Dinge voran, und gleich folgen Scham und Scheu. Wer dem Wissen nachgeht, ihr Mönche, dem Einsichtigen, entsteht rechte Erkenntnis. Wer rechte Erkenntnis hat, dem entsteht rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Einigung‘.“