Saṃyutta Nikaya 45

Pfad

18–20. Im Hahnenkloster I–III

Das hab ich gehört. Zu einer Zeit weilten der Ehrwürdige Anando und der Ehrwürdige Bhaddo in Pātaliputra im Hahnenkloster. Da begab sich der Ehrwürdige Bhaddo am Abend, nach der Zurückgezogenheit, zum Ehrwürdigen Anando, wechselte höflichen Gruß und freundliche denkwürdige Worte mit ihm und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich der Ehrwürdige Bhaddo an den Ehrwürdigen Anando:

„Unbrahmischen Wandel, unbrahmischen Wandel, Bruder Anando, sagt man. Was ist nun, Bruder, unbrahmischer Wandel? Brahma-Wandel, Brahma-Wandel sagt man, Bruder Anando. Was ist nun, Bruder, Brahma-Wandel und was ist das Endziel des Brahma-Wandels?‘

‚Vortrefflich, vortrefflich, Bruder Bhaddo, bhaddahaft ist, Bruder Bhaddo, dein aufgestiegener Gedanke, bhaddahaft ist ein Problem, trefflich deine Frage. Du fragst also, Bruder Bhaddo, nach dem unbrahmischen Wandel und nach dem Brahma-Wandel und seinem Endziel?‘

‚Gewiß, Bruder‘.

‚Dieser achtfältige falsche Pfad, Bruder, ist der unbrahmische Wandel nämlich falsche Erkenntnis bis falsche Einigung. Dieser edle achtfältige Pfad, Bruder, ist der Brahma-Wandel, nämlich rechte Erkenntnis bis rechte Einigung. Wer da, Bruder, mit diesem edlen achtfältigen Pfad ausgerüstet ist, den nennt man einen Brahma-Wandler. Und was da Versiegung von Reiz, Versiegung von Abwehr, Versiegung von Verblendung ist, das ist das Endziel des Brahma-Wandels‘.“