Saṃyutta Nikaya 45

Pfad

5. Zu welchem Zweck?

In Sāvatthi. Da nun begab sich eine Anzahl Mönche dorthin, wo der Erhabene weilte, begrüßten ihn ehrfurchtsvoll und setzten sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandten sich die Mönche also an den Erhabenen:

„Die andersfährtigen Pilger, o Herr, fragen uns: ‚Zu welchem Zweck, Brüder, wird beim Asketen Gotamo der Brahma-Wandel geführt?‘ So gefragt, o Herr, antworten wir den andersfährtigen Pilgern: ‚Um das Leiden zu durchschauen, Brüder, wird beim Erhabenen der Brahma-Wandel geführt.‘ So gefragt und so antwortend, o Herr, haben wir wirklich des Erhabenen Worte gebraucht und den Erhabenen nicht mit Unrecht angeführt und der Lehre gemäß geredet, so daß sich kein entsprechender Folgesatz als ungehörig erweisen kann?“

„So gefragt und so antwortend, habt ihr wirklich meine Worte gebraucht und mich nicht zu Unrecht angeführt und der Lehre gemäß geredet, so daß sich kein entsprechender Folgesatz als ungehörig erweisen kann. Um das Leiden zu durchschauen, ihr Mönche, wird bei mir der Brahma-Wandel geführt.

Wenn euch aber, ihr Mönche, die andersfährtigen Pilger fragen sollten: ‚Gibt es aber, ihr Brüder, einen Pfad, gibt es ein Vorgehen zur Durchschauung dieses Leidens?.‘ dann wäre den andersfährtigen Pilgern also zu antworten: ‚Es gibt, ihr Brüder, einen Pfad, es gibt ein Vorgehen zur Durchschauung dieses Leidens‘.

Was aber, ihr Mönche, ist der Pfad, was ist das Vorgehen, um dieses Leiden zu durchschauen?‘ Es ist eben dieser edle achtfältige Pfad, nämlich rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Einigung.

Das ist, ihr Mönche, der Pfad, das ist das Vorgehen zur Durchschauung dieses Leidens. So gefragt, ihr Mönche, wäre dieses den andersfährtigen Pilgern zu antworten.“