Saṃyutta Nikaya 47

Pfeiler der Achtsamkeit

20. Die Schönheitskönigin

Das hab ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene im Lande der Sumbher in einem Städtchen der Sumbher namens Sedakam. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche:

„Gleichwie, ihr Mönche, auf die Kunde, ‚Die Schönheitskönigin, die Schönheitskönigin, ihr Mönche, eine große Menschenmenge zusammenströmte. Wenn aber diese Schönheitskönigin auch noch hoch begabt wäre im Tanzen, hoch begabt wäre im Singen, da würde auf die Kunde hin, daß sie tanzt und singt, eine noch weit größere Menschenmenge zusammenströmen. Und es käme ein Mann herbei, der zu leben und nicht zu sterben wünscht, der Wohl wünscht und Wehe verabscheut. Zu dem würde man also sprechen: ‚Lieber Mann, hier ist eine Schale, randvoll mit Öl gefüllt: Die mußt du zwischen dem Menschengewühl und der Schönheitskönigin herumtragen. Hinter deinem Rücken aber wird dir ein Mann mit gezücktem Schwert folgen. Wenn auch nur ein Tropfen Öl verschüttet wird, wird er dir den Kopf abschlagen.‘ Was meint ihr, ihr Mönche, würde da wohl dieser Mann die Ölschüssel unaufmerksam herumtragen und leichtsinnig abschweifen?“

„Gewiß nicht, o Herr.“

„Ein Gleichnis, ihr Mönche, habe ich gegeben, um den Sinn zu erklären und dies ist der Sinn:

Das randvolle Ölgefäß, ihr Mönche, ist eine Bezeichnung für die Achtsamkeit auf den Körper. Daher, ihr Mönche, habt ihr euch also zu üben:

‚Die Achtsamkeit auf den Körper wollen wir entfalten, ausbilden, zum Fahrzeug machen, zur Grundlage machen, sie befestigen, stärken und wohl anwenden‘—so habt ihr euch, ihr Mönche, zu üben.“