Saṃyutta Nikaya 5

Von den Bhikkhunis

6. Cālā

Sāvatthī ist der Schauplatz.

Da nun kleidete sich die Bhikkhunī Cālā zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale und Obergewand und ging, Almosen zu sammeln, nach Sāvatthī.

Nachdem sie in Sāvatthī ihren Almosengang beendigt hatte, begab sie sich nach der Mahlzeit, von ihrem Almosengang zurückgekehrt, dorthin, wo sich der Andhawald befand, den Tag (dort) zu verbringen. Nachdem sie tief in den Wald hinein gegangen, setzte sie sich am Fuß eines Baumes nieder, den Tag (dort) zu verbringen.

Da nun begab sich Māra, der Böse, dorthin, wo sich die Bhikkhunī Cālā befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, sprach er also zu der Bhikkhunī Cālā: „Woran hast du kein Gefallen, Bhikkhunī?“—„An der Geburt habe ich kein Gefallen, mein Lieber.“—„Warum hast du an der Geburt kein Gefallen?“—„Ist man geboren, so genießt man die sinnlichen Genüsse.“—„Wer hat dir das denn beigebracht: habe kein Gefallen an der Geburt, Bhikkhunī?“

„Wer geboren ist, dem wird Sterben zuteil; ist man geboren, sieht man das Leid:
Gefangenschaft, Mord, Elend. Darum habe ich kein Gefallen an der Geburt.
Der Buddha hat die rechte Lehre gepredigt: das Hinwegkommen über die Geburt,
Um alles Leiden zurückzulassen. Er hat mich in die Wahrheit eingeführt.
Was da Lebewesen sind, die in die Formwelt eingetreten,
oder solche, die in der formlosen Welt verweilen:
Wenn sie die Aufhebung (des Leidens) nicht kennen,
werden sie zur Wiedergeburt kommen.“

Da merkte Māra, der Böse: es kennt mich die Bhikkhunī Cālā, und verschwand auf der Stelle leidvoll und betrübt.