Saṃyutta Nikaya 5

Von den Bhikkhunis

9. Selā

In Sāvatthī (ist der Vorgang).

Da nun kleidete sich die Bhikkhunī Selā zur Vormittagszeit an usw. usw. (= 6.1–2)... den Tag (dort) zu verbringen.

Da nun begab sich Māra, der Böse, in dem Wunsche, bei der Bhikkhunī Selā Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und sie von der geistigen Sammlung abzubringen, dorthin, wo sich die Bhikkhunī Selā befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, redete er die Bhikkhunī Selā mit der Strophe an:

„Von wem ist denn dieses Gebilde gemacht?
Wo ist der Verfertiger des Gebildes?
Wie ist das Gebilde entstanden?
Wie wird das Gebilde aufgehoben?“

Da nun kam der Bhikkhunī Selā dieser Gedanke: „Was für ein Mensch oder Nichtmensch spricht denn da die Strophe?“

Da nun kam der Bhikkhunī Selā dieser Gedanke: „Māra, der Böse, ist es, der in dem Wunsche, bei mir Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und mich von der geistigen Sammlung abzubringen, die Strophe spricht.

Da nun wußte die Bhikkhunī Selā, daß das Māra, der Böse, sei, und erwiderte Māra, dem Bösen, mit den Strophen:

„Nicht ist dies Gebilde von einem selbst gemacht
Nicht ist das Übel von einem anderen gemacht.
Aus einer Ursache ist es entstanden
Durch Vernichtung der Ursache wird es aufgehoben.
Wie ein Samenkorn, das in ein Feld gesät ist, wächst,
Wenn es zu beidem, dem Geschmack des Erdbodens
und und zu seinem Saft gelangt ist:
So sind die Wesensbestandteile, die Elemente und die sechs Sinnesbereiche.
Aus einer Ursache entstanden,
durch Vernichtung der Ursache werden sie aufgehoben.“

Da merkte Māra, der Böse: es kennt mich die Bhikkhunī Selā, und verschwand auf der Stelle leidvoll und betrübt.