Saṃyutta Nikaya 52

Anuruddha

10. Schwer krank

Zu einer Zeit weilte der Ehrwürdige Anuruddho bei Sāvatthi im Dunklen Walde, krank, leidend, von schwerer Krankheit befallen. Da begaben sich einige Mönche zum Ehrwürdigen Anuruddho und sprachen:

„In welchem Verweilen weilt der Ehrwürdige Anuruddho, daß die aufgestiegenen körperlichen Schmerzgefühle sein Herz nicht verstören können?“

„Mit einem Herzen verweilend, das, o Bruder, in den vier Pfeilern der Achtsamkeit ( satipatthāna ) fest gegründet ist, können aufgestiegene körperliche Schmerzgefühle das Herz nicht verstören. In welchen vier?

Da weile ich so, daß ich beim Körper über den Körper wache, bei den Gefühlen über die Gefühle, beim Herzen über das Herz (Bewusstsein), bei den Erscheinungen über die Erscheinungen ( sankhāra ), unermüdlich, klar bewußt, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns.

Mit einem Herzen verweilend, das, o Brüder, in den vier Pfeilern der Achtsamkeit fest gegründet ist, können aufgestiegene körperliche Schmerzgefühle das Herz nicht verstören.“