Saṃyutta Nikaya 52

Anuruddha

9. Alles oder Ambapāli

Zu einer Zeit weilten der Ehrwürdige Anuruddho und der Ehrwürdige Sāriputto zu Vessālī, im Haine der Ambapāli. Da begab sich der Ehrwürdige Sāriputto am Abend nach Aufhebung der Zurückgezogenheit dorthin, wo der Ehrwürdige Anuruddho weilte und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte sich der Ehrwürdige Sāriputto an den Ehrwürdigen Anuruddho:

„Heiter sind, Bruder Anuruddho, deine Sinne, hell und rein die Farbe deines Antlitzes. In welchem Verweilen weilt wohl der Ehrwürdige Anuruddho jetzt häufig?“

„In den vier Pfeilern der Achtsamkeit ( satipatthāna ) fest gegründet ist mein Herz, o Bruder: so weile ich jetzt häufig. In welchen vier?

Da wache ich, o Bruder, beim Körper über den Körper, bei den Gefühlen über die Gefühle, beim Herzen über das Herz (Bewusstsein), bei den Erscheinungen über die Erscheinungen ( sankhāra ), unermüdlich, klar bewußt, achtsam, nach Überwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns.

In den vier Pfeilern der Achtsamkeit fest gegründet ist mein Herz: so weile ich jetzt häufig.

Wer da, o Bruder, als Mönch ein Heiliger ist, ein Triebversiegter, ein Endiger, der sein Werk gewirkt, die Last abgelegt, sein Ziel vollbracht, die Daseinsfesseln völlig versiegt hat, in vollkommenem Wissen erlöst ist, der hat sein Herz in den vier Pfeilern der Achtsamkeit fest gegründet und weilt häufig darin.“

„Ein Gewinn, wahrlich, ist es für uns, o Bruder, wohl getroffen haben wir es wahrlich, daß wir aus dem Munde des Ehrwürdigen Anuruddho dies gewaltige Wort gehört haben.“