Saṃyutta Nikaya 55

Stromeintritt

30. Die Licchavier oder Nandako

Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Vesālī im Großen Walde, in der Halle des Giebelhauses. Da nun begab sich Nandako, ein Mächtiger der Licchavier, zum Erhabenen, begrüßte ihn und setzte sich zur Seite nieder. Zu dem zur Seite sitzenden Nandako, dem Mächtigen der Licchavier, sprach der Erhabene:

„Wenn der edle Jünger, Nandako, vier Eigenschaften nachgefolgt ist, ist er in den Strom eingetreten, dem Abweg entronnen, eilt zielbewußt der vollen Erwachung entgegen. Welches sind die vier Eigenschaften? Da ist, Nandako, der edle Jünger dem Erwachten, der Lehre, der Jüngerschaft mit unbeirrbarer Klarheit nachgefolgt, und er ist den Tugenden, die den Edlen lieb sind, nachgefolgt. Wenn der edle Jünger, Nandako, diesen vier Eigenschaften nachgefolgt ist, ist er in den Strom eingetreten, dem Abweg entronnen, eilt zielbewußt der vollen Erwachung entgegen. Wenn der edle Jünger, Nandako, diesen vier Eigenschaften nachgefolgt ist, dann ist er begabt mit himmlischer oder menschlicher Lebenskraft, mit himmlischer oder menschlicher Schönheit, mit himmlischem oder menschlichem Wohl, mit himmlischem oder menschlichem Ruhm, mit himmlischer oder menschlicher Macht. Das aber, Nandako, sag ich, habe ich nicht von irgendeinem Asketen oder Brahmanen gehört, sondern das habe ich selber erkannt, selber gesehen, selber erfahren. Und deshalb sage ich es.“

Nachdem er dies gesagt hatte, meldete ein Mann Nandako, dem Mächtigen der Licchavier: „Das Bad ist bereit, o Herr.“

„Laß es gut sein, mein Lieber, mit dem äußeren Bad. Mir wird jenes innere Bad genügen, nämlich die Klarheit über den Erhabenen.“