Saṃyutta Nikaya 55

Stromeintritt

38. Regen

In Sāvatthi.

„Gleichwie, ihr Mönche, wenn hoch oben im Gebirge die Götter in dicken Tropfen regnen lassen, dann füllt das Wasser, dem Gefälle nachgehend, die Klüfte, Spalten und Rinnen im Gebirge. Sind die Klüfte, Spalten und Rinnen im Gebirge voll, dann füllen sich die kleinen Teiche. Sind die kleinen Teiche voll, dann füllen sich die großen Teiche. Sind die großen Teiche voll, dann füllen sich die kleinen Flüsse. Sind die kleinen Flüsse voll, dann füllen sich die großen Flüsse. Sind die großen Flüsse voll, dann füllen sie das große Meer, den Ozean.

Ganz ebenso nun, ihr Mönche, ist es bei einem edlen Jünger, der mit unbeirrbarer Klarheit dem Erwachten, der Lehre, der Jüngerschaft nachgefolgt ist, und den Tugenden, die den Edlen lieb sind, nachgefolgt ist. Diese Eigenschaften führen, in fließenden Übergängen zum anderen Ufer gelangt, zur Versiegung der Triebe.“