Saṃyutta Nikaya 55

Stromeintritt

39. Kāli

Zu einer Zeit weilte der Erhabene im Lande der Sakyer bei Kapilavatthu im Feigenbaumkloster. Da erhob sich der Erhabene in der Morgenfrühe, nahm Mantel und Schale, ging zum Hause der Sakyerin Kāligodhā und setzte sich auf den bereiteten Sitz. Die Sakyerin Kāligodhā ging zum Erhabenen, begrüßte ihn und setzte sich zur Seite nieder. Zu der seitwärts sitzenden Sakyerin Kāligodhā sprach er:

„Wenn eine edle Jüngerin vier Eigenschaften nachgefolgt ist, ist sie in den Strom eingetreten, dem Abweg entronnen, eilt zielbewußt der vollen Erwachung entgegen. Welchen vier Eigenschaften?

Da ist, Godhā, eine edle Jüngerin mit unbeirrbarer Klarheit dem Erwachten, der Lehre, der Jüngerschaft nachgefolgt, und sie lebt im Hause im Gemüte, dem Übel des Geizes entronnen: Sie spürt das Befreiende am Zurücktreten, hat offene Hände, hat Lust am Loslassen, ist offen für Bitten, hat Lust am Verteilen von Gaben. Diesen vier Eigenschaften nachgefolgt, ist eine edle Jüngerin in den Strom eingetreten, dem Abweg entronnen, eilt zielbewußt der vollen Erwachung entgegen.“

„Diese vom Erhabenen gezeigten vier Glieder des Stromeintritts finden sich bei mir und können bei mir gesehen werden. Denn ich bin mit unbeirrbarer Klarheit dem Erwachten, der Lehre, der Jüngerschaft nachgefolgt. Und was es in der Familie an Dingen gibt, die man geben kann, das teile ich mit den Tugendhaften, die treffliche Eigenschaften haben.“

„Ein Gewinn ist es für dich, Godhā, wohl getroffen hast du es, Godhā, die Frucht des Stromeintritts hast du erklärt.“