Saṃyutta Nikaya 55

Stromeintritt

41–43. Fluten IV–VI

„Vier Fluten des Verdienstes, ihr Mönche, gibt es: Fluten des Heilsamen, Nahrungen des Wohls. Welche vier?

Da ist, ihr Mönche, der edle Jünger mit unbeirrbarer Klarheit dem Erwachten, der Lehre, der Jüngerschaft nachgefolgt. Und er ist den Tugenden nachgefolgt, die den Edlen lieb sind. Oder: Er lebt im Hause, im Gemüte dem Übel des Geizes entgangen, oder er ist der Weisheit nachgefolgt, die Aufgang und Untergang sieht.

Von einem edlen Jünger, ihr Mönche, der diesen vier Strömen des Verdienstes, Strömen des Heilsamen, Nahrungen des Wohles nachgefolgt ist, ist nicht leicht ein Maß des Verdienstes anzugeben: ‚Soundso groß ist jener Vorteil. Es ist vielmehr eine unzählbare, unermesslich große Masse von Verdienst, wie es heißt.

Gleichwie man beim großen Meer nicht leicht ein Maß für das Wasser angeben kann: Soundsoviel Gallonen Wasser‘ oder ‚Soundsoviel 1.000 Gallonen Wasser.‘ oder ‚Soundsoviel 100.000 Gallonen Wasser.‘ Es ist vielmehr eine unzählbare, unermesslich große Masse von Wasser, wie es heißt.“

Der Erhabene sprach also:

„Dem großen Wasser, unermesslich großem Teich,
dem viel gefürchteten, das aber reiche Schätze birgt,
dem strömen, Menschenscharen,—gruppen dienend,
die Flüsse einzeln zu, zum Meere strömen sie.

So fließen einem, der da Speis und Trank gibt,
und Kleidung, Bett und Sitz und Bettzeug spendet,
dem Weisen, des Verdienstes Ströme nur so zu,
wie Flüsse und wie Wolken sich ins Meer ergießen.

Verdienst, wer wünschet, heilsam fest gegründet,
entfalte zu dem Todlosen den Weg, der hinführt.
Beim Kern der Lehre ist er da versiegensfroh:
er zittert nicht, wenn einst der Fürst des Todes kommt.“