Saṃyutta Nikaya 56

Wahrheit

35. Hundert Speere

Gleichwie etwa, wenn da ein Mann wäre, der hundert Jahre lebte, hundert Jahre alt würde, zu dem würde man also sprechen: ‚Komm, lieber Mann, du sollst morgens mit hundert Speeren gespießt werden, mittags mit hundert Speeren gespießt werden, abends mit hundert Speeren gespießt werden. Und wenn du, lieber Mann, so Tag für Tag mit 300 Speeren gespießt, 100 Jahre lebtest, 100 Jahre alt würdest—und dann würdest du die nicht durchdrungenen vier edlen Wahrheiten durchdringen.‘ Der Familiensohn, ihr Mönche, der auf sein Heil bedacht ist, sollte das auf sich nehmen. Aus welchem Grunde?

Ohne ausdenkbaren Anfang ist dieses Wandelsein. Ein erster Anfang der Speerschläge, der Schwertschläge, der Axtschläge ist nicht zu erkennen.

Wenn dem aber auch so ist, ihr Mönche, so sage ich doch nicht, daß das Durchdringen der vier edlen Wahrheiten mit Leiden und Trübsal verbunden sei. Vielmehr sag ich, daß das Durchdringen der vier edlen Wahrheiten mit Glück und Frohsinn verbunden ist.

Welcher vier?

Der edlen Wahrheit vom Leiden, der edlen Wahrheit von der Leidensentwicklung, der edlen Wahrheit von der Leidensauflösung, der edlen Wahrheit von dem zur Leidensauflösung führenden Vorgehen.

Das habt ihr euch, meine Mönche, dafür anzustrengen.“