Saṃyutta Nikaya 56

Wahrheit

46. Finsternis

„Es gibt, ihr Mönche, Zwischenwelten, düstere, ordnungslose, finstere, finster umnachtete, wo selbst diese Sonne und dieser Mond, die so mächtigen, so gewaltigen, mit ihrem Glanz nicht hinreichen.“

Auf diese Worte wandte sich ein gewisser Mönch an den Erhabenen: „Groß, wahrlich, o Herr, ist diese Finsternis, sehr groß, wahrlich, o Herr, ist diese Finsternis. Gibt es nun wohl außer dieser Finsternis noch eine größere und schrecklichere Finsternis?“

„Es gibt, o Mönch, noch eine größere und schrecklichere Finsternis als diese.“

„Was ist das aber, o Herr, für eine Finsternis, die noch größer und schrecklicher als diese ist?“

„Alle jene Asketen und Brahmanen, o Mönch, die nicht wirklichkeitsgemäß erkennen: ‚Das ist das Leiden, das die Leidensentwicklung, das die Leidensauflösung, das das zur Leidensauflösung führende Vorgehen.‘ alle diese erfreuen sich an Gestaltungen, die zu Geburt bis Verzweiflung führen. Weil sie aber daran erfreut sind, gestalten sie solche Gestaltungen. Und weil sie solche Gestaltungen gestalten, stürzen sie in die Finsternis von Geburt bis Verzweiflung. Sie alle werden nicht völlig erlöst von Geburt bis Verzweiflung. Sie werden nicht völlig erlöst vom Leiden, sag ich.

Alle jene Asketen und Brahmanen aber, die da erkennen: ‚Das ist das Leiden, das die Leidensentwicklung, das die Leidensauflösung, das das zur Leidensauflösung führende Vorgehen.‘ alle diese erfreuen sich nicht an Gestaltungen, die zu Geburt bis Verzweiflung führen. Weil sie aber nicht daran erfreut sind, deshalb gestalten sie nicht solche Gestaltungen. Und weil sie nicht solche Gestaltungen gestalten, stürzen sie nicht in die Finsternis von Geburt bis Verzweiflung. Sie alle werden davon völlig erlöst. Sie werden völlig erlöst vom Leiden, sag ich. Da habt ihr euch, meine Mönche, dafür anzustrengen.“