Saṃyutta Nikaya 56

Wahrheit

47. Das enge Loch II

Gleichwie, ihr Mönche, wenn ein Mann eine einkehlige Reuse in den Ozean würfe, und es wäre da eine einäugige Schildkröte, die von 100 zu 100 Jahren je einmal emportauchte. Was meint ihr da, Mönche, sollte da etwa die einäugige Schildkröte, die von 100 zu 100 Jahren immer je einmal emportaucht, mit ihrem Halse in jene einkehlige Reuse hineingeraten?“

„Wohl kaum, o Herr, oder doch nur irgend einmal vielleicht, im Verlaufe langer Zeiten.“

„Eher noch mag, ihr Mönche, die einäugige Schildkröte mit dem Halse in jene einkehlige Reuse geraten, wenn sie von 100 zu 100 Jahren immer je einmal auftaucht, als daß ein Tor, sobald er einmal in den Abgrund gegangen ist, wieder Menschentum erreichte, sag ich. Aus welchem Grunde?

Weil es dort, ihr Mönche, keinen gerechten Wandel, keinen geraden Wandel, kein heilsames Wirken, kein verdienstvolles Wirken gibt: Einer den andern auffressen ist dort, ihr Mönche, der Brauch, den Schwachen ermorden. Aus welchem Grunde?

Weil, ihr Mönche, die vier edlen Wahrheiten nicht geschaut werden.

Welche vier?

Die edle Wahrheit vom Leiden, von der Leidensentwicklung, von der Leidensauflösung, von dem zur Leidensauflösung führenden Vorgehen.

Da habt ihr euch, meine Mönche, dafür anzustrengen.“