Saṃyutta Nikaya 56

Wahrheit

7–8. Erwägen, Nachdenken I

„Ihr Mönche, erwägt nicht böse unheilsame Erwägungen, wie sinnliche Erwägungen, hassende Erwägungen, gewaltsame Erwägungen.

Ihr Mönche, denkt nicht nach über etwas, über das ein böses, unheilsames Herz nachdenkt, wie: ‚Ewig ist die Welt oder nicht ewig ist die Welt; endlich ist die Welt oder nicht-endlich ist die Welt. Wie das Leben, so der Leib, oder anders das Leben, anders der Leib. Der Vollendete ist nach dem Tode, ist nicht nach dem Tode, ist sowohl als auch, ist weder noch nach dem Tode‘.

Solches Erwägen, solches Nachdenken ist nicht mit dem Heil verbunden, ist nicht urasketentümlich, führt nicht zum Nichts-dran-finden, nicht zur Entreizung, nicht zur Auflösung, nicht zur Beruhigung, nicht zum Überblicken, nicht zur vollen Erwachung, nicht zum Nirvāna.

Vielmehr möget ihr, ihr Mönche, erwägen und bedenken: ‚Das ist das Leiden, das ist die Leidensentwicklung, das ist die Leidensauflösung, das ist das zur Leidensauflösung führende Vorgehen‘.

Solches Erwägen, solches Nachdenken ist mit dem Heil verbunden, ist urasketent lich, führt zum Nichts-daran-finden, zur Entreizung, zur Auflösung, zur Beruhigung, zum Überblicken, zur vollen Erwachung, zum Nirvāna.

Daher habt ihr euch, meine Mönche, also anzustrengen, um zu erkennen: ‚Das ist das Leiden, das ist die Leidensentwicklung, das ist die Leidensauflösung, das ist das zur Leidensauflösung führende Vorgehen“‘.