Saṃyutta Nikaya 6

Vom Brahman

13. Andhakavinda

Einstmals weilte der Erhabene im Lande der Magadha in Andhakavinda.

Zu jener Zeit aber saß der Erhabene in Nacht, Dunkel und Finsternis im Freien, und der Himmel ließ ununterbrochen regnen.

Da nun begab sich in vorgeschrittener Nacht der Brahman Sahampati, mit seiner herrlichen Schönheit das ganze Andhakavinda erhellend, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, trat er zur Seite.

Zur Seite stehend sprach dann der Brahman Sahampati zu dem Erhabenen die folgenden Strophen:

„Abseits gelegene Aufenthaltsorte soll man aufsuchen,
Zur Loslösung von den Fesseln soll man wandeln.
Wenn man aber darin keine Befriedigung findet,
Dann soll man in der Gemeinde sich aufhalten, mit behütetem Selbst, besonnen,
Auf Almosenbettel ausgehend von Haus zu Haus,
Mit bewahrten Sinnen, überlegt, besonnen.

Abseits gelegene Aufenthaltsorte soll man aufsuchen,
Wenn man von Furcht befreit, in Furchtlosigkeit erlöst ist,
Wo furchtbare Untiere hausen,
Die Blitze zucken und der Himmel donnert
In dunkelfinsterer Nacht,
Da hat der Bhikkhu sich niedergelassen,
von dem alles Hautschaudern geschwunden.

Wirklich, ich habe das gesehen; es ist nicht bloßes Hörensagen:
Bei einer einzigen Predigt über den heiligen Wandel
(gab es) tausend von solchen, die den Tod überwunden hatten;
Und noch mehr als fünfhundert Schüler ,
zehn hundert und zehn mal (tausend)
Alle eingetreten in den Strom der Erlösung ,
nimmer bestimmt zur Wiedergeburt als Tier.
Und auch das übrige Volk nimmt teil an verdienstlichem Werk
(so sagt mir) mein Herz;
Zählen kann ich sie nicht aus Scheu vor dem Vorwurf der Lüge.“