Saṃyutta Nikaya 6

Vom Brahman

9. Der Brahman Tudu

Sāvatthī.

Zu jener Zeit aber war der Bhikkhu Kokālika krank, leidend, von schwerem Siechtum befallen.

Da nun begab sich der Einzelbrahman Tudu in vorgeschrittener Nacht, mit seiner herrlichen Schönheit den ganzen Jetahain erhellend, dorthin, wo sich der Bhikkhu Kokālika befand.

Nachdem er sich dorthin begeben hatte, sprach er in der Luft schwebend zu dem Bhikkhu Kokālika also: „Laß dein Herz, Kokālika, froh vertrauen auf Sāriputta und Mogallāna. Tüchtig sind Sāriputta und Moggallāna.“

„Wer bist du, mein Lieber?“

„Ich bin der Einzelbrahman Tudu.“

„Hat nicht von dir, mein Lieber, der Erhabene vorher verkündet, daß du einer von denen seiest, die nicht mehr wieder kehren ? Siehe, wie sehr du da gefehlt hast.“

„Ist ein Mensch geboren, so entsteht ihm im Mund eine Axt,
Mit der er, wenn er üble Worte spricht, sich selber schlägt.
Wer den lobt, der Tadel verdient,
Und den, der Lob verdient, tadelt,
Der sammelt Verlust an mit seinem Munde,
Und durch diesen Verlust findet er kein Glück.

Von geringer Bedeutung ist der Verlust,
Die Einbuße von Geld beim Würfelspiel,
Oder auch die (Einbuße) von aller Habe samt der eigenen Person.
Das ist der größere Verlust,
Wenn man feindselige Gesinnung hegt gegen die Führer auf dem Heilspfade.

Auf hundert tausend und sechsunddreißig
Nirabbudas (von Jahren) und noch fünf Abbudas
Geht in die Hölle ein, wer die Edlen schmäht,
Rede und Gesinnung aufs Böse richtend.“