Saṃyutta Nikaya 7

Von den Brāhmanas

20. Der Bettler

Sāvatthī ist der Schauplatz.

Da nun begab sich ein Brahmane, der ein Bettler war, dorthin, wo sich der Erhahene befand. Nachdem er sich dorthin begeben, begrüßte er sich mit dem Erhabenen, und nachdem er mit ihm die (üblichen) Begrüßungen und Höflichkeiten ausgetauscht, setzte er sich zur Seite nieder.

Zur Seite sitzend sprach dann der Brahmane, der ein Bettler war, zu dem Erhabenen also: „Ich bin ein Bettler, Herr Gotama, und du bist ein Bettler; was ist da für ein Unterschied zwischen uns?“

„Nicht wird man dadurch, ein Bettelmönch, insofern man andere anbettelt.
Hat man eine falsche Lehre angenommen,
so wird man darum noch kein Bettelmönch.
Wer da, Verdienstliches und Böses abweisend, heiligen Wandel
Mit Überlegung führt, der nur wird ein Bettelmöch genannt.“

Auf dieses Wort hin sprach der Brahmane, der Bettler, zu dem Erhabenen also: „Wundervoll, Herr Gotama! usw. (= 11). Als Laienanhänger soll mich der Herr Gotama annehmen, der von heute an auf Lebenszeit zu ihm seine Zuflucht genommen hat.“