Saṃyutta Nikaya 9

Vom Walde

11. Nicht reiflich

Einstmals weilte ein Bhikkhu im Lande der Kosala, in einem Haine.

Zu jener Zeit aber dachte der Bhikkhu, der sich auf seinem Tagesaufenthaltsplatze befand, sündhafte, üble Gedanken, wie Gedanken der sinnlichen Lust, Gedanken der Bosheit, Gedanken der Gewalttätigkeit.

Da nun begab sich die in jenem Haine wohnende Devatā, die mit dem Bhikkhu Erbarmen hatte und sein Heil wünschte, in dem Wunsche den Bhikkhu anzuregen dorthin, wo sich jener Bhikkhu befand.

Nachdem sie sich dorthin begeben hatte, redete sie den Bhikkhu mit den Strophen an:

„Weil du nicht reiflich erwogen, bist du trunken von (üblen) Gedanken;
Gib auf das Nicht-reiflich und denke reiflich nach
Über den Meister, die Lehre und die Gemeinde,
nicht abweichend von sittlicher Zucht.
Dann wirst du zu Wonne gelangen, zu Glück und Freude ohne allen Zweifel,
Und reich an Wonnen wirst du dem Leiden ein Ende machen.“

Da nun kam der Bhikkhu, von der Devatā angeregt, wieder zu der rechten Überlegung.