Saṃyutta Nikaya 9

Vom Walde

2. Fürsorge

Einstmals weilte ein Bhikkhu im Lande der Kosala, in einem Haine.

Zu jener Zeit aber schlief der Bhikkhu an seinem Tagesaufenthaltsplatze ein.

Da nun begab sich die in jenem Haine wohnende Devatā, die mit dem Bhikkhu Erbarmen hatte und sein Heil wünschte, in dem Wunsche den Bhikkhu anzuregen dorthin, wo sich jener Bhikkhu befand.

Nachdem sie sich dorthin begeben hatte, redete sie den Bhikkhu mit den Strophen an:

„Steh auf, Bhikkhu, warum liegst du da ? Was nützt dir der Schlaf?
Einem Kranken frommt der Schlaf,
einem, der von einem Spieß durchbohrt Schmerzen leidet.
Den Glauben, in dem du aus dem häuslichen Leben
in die Heimlosigkeit geflüchtet bist,
Diesen Glauben hege, nicht begib dich in das Schlafes Gewalt!
Unständig, unsicher sind die sinnlichen Genüsse:
ihn, der von den Fesseln, in denen der Träge verstrickt ist,
Erlöst ist, der an nichts haftet,
warum soll er (der Schlaf) den Weltflüchtigen quälen?
Durch Beseitigung von Wunsch und Begierde,
durch Überwindung des Nichtwissens
Ist seine Erkenntnis geläutert: warum soll er den Weltflüchtigen quälen?
Ihn, der durch Wissen das Nichtwissen aufgehoben hat,
der durch Vernichtung der weltlichen Einflüsse
Leidlos und aller Verzweiflung ledig geworden:
warum soll er den Weltflüchtigen quälen?
Den Energischen mit entschlossener Seele, mit unerschütterlicher Tapferkeit,
Der dem Nirvana zustrebt, warum soll er den Weltflüchtigen quälen?“