Sutta Nipāta 2.6

Rechter Wandel (Dhammacariya-Sutta)

Rechter Wandel, reiner Wandel,—„Höchstes Gut“ wird dies geheißen!
Wer aber aus dem Hause zog, ein hauslos Leben als ein Mönch erwählt,

Gemeine Worte trotzdem spricht, an Kränkung tierisch seine Freude hat,
Stets schlechter wird sein Leben dann, der Unrat in ihm wächst zuhauf.

Ein Mönch, der Streit liebt, sich verschließt in seinem Wähnen,
Das Buddha-Wort begreift er nicht, selbst wenn es ihm verkündet wird.

Er kränkt die innerlich Gereiften: Unwissen ist es, was ihn dazu treibt.
Nicht weiß er es, daß dieser Makel ein Weg ist, der zur Hölle führt.

In Leidensstätten geht er ein, von Schoß zu Schoß, von Dunkel hin zu Dunkel.
Ein solcher Mönch, wenn abgeschieden, wird Leid erfahren sicherlich.

Wie eine Grube für den Unrat im Lauf der Jahre ganz sich füllt,
So wird es jenem auch ergehen,—denn schwer bleibt rein, wer sich in Schmutz begibt.

Wen ihr, o Mönche, so geartet wißt, daß er der Weltlichkeit geneigt,
Nach Schlechtem trachtet, schlecht im Denken, schlecht auch im Betragen.

Einträchtig alle sollt ihr fort ihn weisen,
Entfernen ihn wie Abfall, beseitigen wie Schutt!

Wie Spreu schafft fort, die, ohne es zu sein, sich als Asketen dünken!
Sind so entfernt, die nach dem Schlechten trachten, schlecht sich führen,

Als Reine möget ihr besonnen Gemeinschaft nur mit Reinen pflegen!
Einträchtig werdet ihr als Weise ein Ende machen dann dem Leid!