Sutta Nipāta 3.3

Wohlgesprochen (Subhāsita-Sutta)

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene in Sāvatthi, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: »Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also: „Eine Rede, o Mönche, die vier Eigenschaften besitzt, ist wohl gesprochen, nicht übel gesprochen, einwandfrei, nicht zu tadeln von Verständigen. Welches sind diese vier Eigenschaften?

  • Da, ihr Mönche, spricht ein Mönch nur Wohlgesprochenes, nicht Übelgesprochenes;
  • nur Rechtes spricht er, nicht Unrechtes;
  • nur Freundliches spricht er, nicht Unfreundliches;
  • nur Wahres spricht er, nicht Falsches.

Eine Rede, o Mönche, die diese vier Eigenschaften besitzt, ist wohlgesprochen, nicht übelgesprochen, einwandfrei, nicht zu tadeln von Verständigen.“ So sprach der Erhabene. Nachdem der Gesegnete dies gesagt hatte, sprach der Meister noch also:

Wohlgesprochene Worte, sagen Edle, sind das Erste;
Nicht unrecht, sondern recht zu reden, ist das Zweite;
Nicht barsch sein, freundlich sprechen, ist das Dritte;
Nicht lügen, volle Wahrheit reden, ist das Vierte.

Da ordnete der Ehrwürdige Vangīsa sein Gewand über eine Schulter, faltete zum Erhabenen hin verehrend die Hände und sprach zu ihm dieses: „Klar wird es mir, Gesegneter!“—„Mögest du es klarlegen, Vangīsa!“, sprach zu ihm der Erhabene. Da pries nun der Ehrwürdige Vangīsa den Erhabenen in seiner Gegenwart mit diesen zutreffenden Versen:

„Nur solches Wort soll sprechen man, das einen selber nicht gereut
Und andere nicht verletzen kann: das, ja, ist wohlgesprochen Wort!

Freundliches Wort nur soll man reden, ein Wort nur, das willkommen ist,
Das nicht der anderen Schlechtes aufgreift, das ihnen Freundliches nur sagt.

Unsterblich ist der Wahrheit Wort, dies ist ein bleibendes Gesetz.
Das Wahre, Heilsame und Rechte war stets Gemeingut edler Menschen.

Das Friedenswort, das der Erwachte spricht, das zur Gewinnung des Nibbāna führt,
Der Endigung des Leidens dient,—das, wahrlich, ist das beste Wort!“